728 X 90

Lily Allen: Die Musik-Industrie wartet noch auf #MeToo

By Cover Media — Juni 01, 2018

Lily Allen (33) hat für die Musik-Industrie nicht viel Hoffnung.

Die Musikerin (‘F*** You’) hat die #MeToo-Bewegung aufmerksam verfolgt, ist allerdings selbst noch nicht in direkte Berührung mit ihr geraten. Während in Hollywood bereits mehrere Mühlen in Gang gesetzt wurden, um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu stoppen, wartet die Musik-Industrie noch auf diesen Moment. Wird es jemals passieren? Lily ist skeptisch, und das hat mehrere Gründe, wie sie gegenüber dem ‘New Statesman’ verriet: “Es ist wahrscheinlich vor allem deshalb, weil wir alle in langjährigen Verträgen stecken. Es gibt keine Personalabteilung, wo man hingehen kann, weil jeder selbstständig ist. Du kannst nicht einfach zum Label gehen. Niemand beschützt dich. Das Management beschützt dich nicht. Du musst für dich alleine einstehen.”

Für Lily sei sexuelle Belästigung nicht einmal das größte Problem, mit dem die Musik-Industrie zu kämpfen habe. Stattdessen seien Drogen und Alkohol so weit verbreitet, dass viele Menschen die ganze Zeit entweder betrunken oder high seien: “Die ganze Musikkultur dreht sich um Alkohol und Drogen – ob einem das gefällt oder nicht. Das fängt mit dem Musikmachen im Studio an: Menschen wollen sich locker machen und trinken, sie wollen den Zustand erreichen, in dem sie Songs schreiben können. Es hört mit Live-Auftritten auf. Erst mit Alkohol wird es richtig aufregend. Die Menschen denken, sie kommen mit allem durch, weil es immer viel Alkohol gibt. Alkohol kann man die Schuld geben anstatt einzelnen Personen. Das gilt für beide Seiten. Frauen können sagen: ‘Ich entbinde mich von jeder Verantwortung, weil ich getrunken habe'” , bemerkte Lily Allen, die sich schon in der Vergangenheit kritisch gegenüber der ‘Me-Too-Bewegung geäußert hatte, denn sie sei ihrer Meinung nach in manchen Fällen absolut wirkungslos.

© Cover Media

Bild

Diversity in Media Awards held at Waldorf Hilton – Arrivals

Featuring: Lily Allen
Where: London, United Kingdom
When: 15 Sep 2017
Credit: Lia Toby/WENN.com

Leave A Reply

Schreibe einen Kommentar

css.php
%d Bloggern gefällt das: