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Opel – „Wir sind hungrig auf Fortschritt“

By eyertt — Mai 21, 2013

DUDENHOFEN. Die General-Motors-Tochter Opel zieht kräftig am Entwicklungsexpander. Innerhalb eines Investmentrahmens von viere Milliarden Euro bis 2016 werden Motoren und Getriebe auf den neusten Stand der Technik gebracht.
opel-zafira-tourerKLAUS SCHUMACHER

Elektro- und Hybridantriebe sind eine Sache. Eine andere aber die permanente Optimierung von klassischen Verbrennungsaggregaten. Immer im Zusammenhang mit verfeinerten Getrieben, egal ob manuell oder automatisch. Und das offensichtlich noch viel Verbesserungspotential vorhanden ist, beweisen in diesem Fall die Opel-Ingenieure.

Dabei geht es einerseits grundsätzlich um ein Downsizing. Also Motoren mit 1,2 bis 1,6 Liter Hubraum, welche mit oder ohne Turbounterstützung zu einem besseren Drehmomentverlauf im unteren Bereich geführt werden. Auch immer unter der Prämisse antretend, weniger Abgase zu emittieren, weniger Vibrationen aufzuweisen, aber gleichwohl den Durchschnittsverbrauch zu senken.

So wird Opel seine Modelle bis zum Jahre 2016 mit mehr als einem Dutzend neuer Antriebsaggregate und drei komplett neuen Motorenfamilien befeuern. Im Zuge der Wirtschaftlichkeit werden die Antriebsgruppen von bisher sieben auf deren drei reduziert. Das spart Geld, ohne das Kundenwünsche hinsichtlich geforderter Pferdestärken nicht erfüllbar sind.

Den Anfang in der Reihe der neu konstruierten Triebwerke machen die aufgeladenen 1,6-Liter-Benziner und –Diesel. Diese stammen aus den Entwicklungszentren in Rüsselsheim resp. Turin. Hinsichtlich der Selbstzünder steht Opel dabei in keiner Co-Operation, wie früher beispielsweise mit Fiat. Gekoppelt sind die neuen Aggregate an die zweite Generation von manuellen Fünf- und Sechsganggetrieben, welche durch verbesserte Kraftanschlüsse und komfortablere Fahrstufenführung überzeugen wollen. Die von uns bewegten Vorserienmodelle konnten indessen noch nicht restlos überzeugen. Grundsätzlich aber haben sich die Opel-Verantwortlichen zum Ziel gesetzt: Klassenbester in Sachen Kraftentfaltung und Laufkultur.

Der neue 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner wird in zwei Varianten angeboten. Mit 170 PS als Eco Turbo und mit stolzen 200 PS als Performance Turbo. Verfügbar in der ersten Jahreshälfte auf dem Zafira Tourer, der fünftürigen Astra Limousine, dem Astra Sports Tourer dem Astra GTC sowie dem brandneuen Cabriolet Cascada. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wartet dieses Triebwerk mit einem Drehmoment- und Leistungsplus von bis zu 30% auf, wobei gleichzeitig der Benzinverbrauch und der CO2-Ausstoss um 13% gesenkt werden konnten.

Im Zafira Tourer gibt der komplett neue 1,6-Liter-Turbodiesel im Juni des laufenden Jahres sein Debüt. Notabene das erste Vollaluminium-Dieseltriebwerk dieser Marke. Vorerst mit einer Leistung von 136 PS und einem stolzen Drehmoment von 320 Nm. Er ersetzt den leistungsschwächeren aber verbrauchsstärkeren 1,7 Liter sowie die ebenfalls schwächeren Zweiliter-Diesel. In der Pipeline hält Opel aber noch weitere Varianten mit einem gesteigerten Leistungsangebot bereit.

Parallel zur Motorenentwicklung wird das Portfolio an Schalt- und Automatikgetrieben erweitert. Dabei werden in Europa immer noch deutlich mehr manuell zu bedienende Getriebe geordert als jene mit Schaltautomatik. Für Klein- und Subkompaktwagen mit maximal 235 Nm Drehmoment wurde ein total neues Sechsgang-Getriebe entwickelt, welches deutlich leichter wurde. Für die Modelle Adam und Corsa befindet sich ein automatisiertes Schaltgetriebe mit Start/Stop-System in der Entwicklung, welches sequenzielle manuelle Gangwechsel ebenso möglich macht, wie den Betrieb mit Fünfstufen-Automatikmodus. Zudem wird die noch einmal optimierte Sechsstufen-Automatik mittel- bis langfristig durch eine ebenfalls komplett neue Achtstufen-Automatik ersetzt. Bei den Rüsselsheimern „blitzt“ es für die Zukunft, die längst begonnen hat.

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Mein Name ist Ralf Eyertt und ich bin der Initiator dieses Magazins.
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