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Golf GTD Ein Sportler ohne Verbrauchsallüren

By eyertt — Juni 25, 2013

Mit dem neuen Golf GTD setzt Volkswagen auch technisch ein markantes Zeichen. Dabei kommt das Zweiliter-Dieselaggregat in dieser Konfiguration erstmals in einem Konzernfahrzeug zum Einsatz.

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KLAUS SCHUMACHER

 

Rottach-Egern. Als VW in den Siebzigern den GTI vorstellte, wurde dieser schnell einmal zum Lebensbestandteil einer ganzen Generation. Geprägt durch eine Synthese aus Leistung, Handling und Zuverlässigkeit. An diesen auch den Verkaufserfolg ausmachenden Tugenden hat sich seit mehr als 30 Jahren nichts geändert.

Der neue Diesel-GT baut grundsätzlich auf dem Golf der siebten Generation auf. Die sportlichen Gene werden ihm durch das spezielle Fahrwerk, die weiterentwickelte Fahrdynamikfunktion XDS+, die Progressivlenkung und eine Antriebsquelle implantiert, die naserümpfende Dieselgegner unruhig werden lassen könnte. Die Vorderräder treibt nämlich der brandneue Vierzylinder-Zweiliterdiesel an, der dank umfangreichem Feinschliff und noch einmal gesteigertem Einspritzdruck 184 PS anbietet. Also 14 Pferdestärken mehr als sein Vorgänger, aber auch ein um 30 Nm auf 380 Nm gesteigertes Drehmoment bei einem durchschnittlichen Minderverbrauch von knapp einem Liter auf 100 Kilometer. Zu ergänzen wäre da noch die gesteigerte Umweltfreundlichkeit, weil deutlich weniger (25 g/km) CO2-Emissionen die verchromten Doppelendrohre der Auspuffanlage verlassen. Allerdings sind die vom Werk angegebenen 4,2 l/100 km insofern unrealistisch, als dass sie nach NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) auf einem gedeckten Rollenprüfstand ermittelt werden. Wir ermittelten einen eher relevanten Wert, der sich bei einem Mehrverbrauch von knapp 1,5 Litern einpendelte. Immer noch ein Wert, der sich sehen lassen kann. Denn der Diesel-Sportler schafft den Sprint aus dem Stand zur 100 km/-Marke in beachtlichen 7,5 Sekunden und erst – sofern gesetzeskonform möglich – bei Tempo 230 km/h verweigert die Tachonadel weitere Fortbewegung. Da muss sich so mancher vermeintlich sportliche Gegner warm anziehen, um diesbezüglich mitziehen zu können. Und erst nach weit mehr als 800 Kilometern erinnert einen der 50-Liter-Tank daran, demnächst einmal eine Tanksäule anzupeilen.

Zwischendurch aber vermittelt der Diesel-GT ein gebündeltes Mass an individueller Mobilität. Egal ob mit manuellen Sechsganggetriebe oder dem famosen optionalen DSG. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Motorenakustik auch dank vorzüglicher Kapselung nur in seltenen Fällen den GTD als Selbstzünder entlarvt.

Und selbstverständlich kann der GTD auch den Puristenwunsch nach karierten Stoffbezügen für die Sportsitze erfüllen. In Schwarz-Weiss freilich, nicht in Rot-Schwarz wie beim noch temperamentvolleren GTI.

Der Einstiegspreis für den GTD liegt bei 38950 Franken. Lediglich 900 Franken über jenem eines GTI. Auch dieser Umstand mag wohl ein Grund dafür sein, dass der Importeur mit jährlichen Verkaufszahlen von nur etwas mehr als 500 Einheiten rechnet. Der GTI ist und bleibt eben eine Macht.

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Mein Name ist Ralf Eyertt und ich bin der Initiator dieses Magazins.
Mein Fotografen Profil befindet sich unter http://ralf.eyertt.de

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