Wenn die Tage kürzer werden und sich die Farben draußen langsam verändern, wandelt sich auch die Welt des Make-ups. Leuchtende Sommertöne machen Platz für warme Nuancen, für Kupfer, Bronze, Terrakotta und sanfte Brauntöne. Genau diese Farbwelt hat die Zürcher Make-up-Artistin Dana Jokic bei diesem Beauty-Look für Vivienne Oesch aufgegriffen.
Entstanden ist ein Make-up, das den Herbst nicht laut interpretiert, sondern sehr elegant. Die Farben erinnern an goldenes Licht, herbstliches Laub, Kastanien und die warmen Erdtöne dieser Jahreszeit.
Im Mittelpunkt stehen ganz klar die Augen. Dana arbeitet hier mit verschiedenen Nuancen aus warmem Braun, Kupfer und Terrakotta. Auf dem beweglichen Lid liegt ein intensiver, leicht metallischer Kupferton, während die Lidfalte mit einem weicheren Rost- und Braunton modelliert wird. Nach außen hin werden die Farben dunkler und geben dem Auge Tiefe, ohne dass ein harter Kontrast entsteht.
Gerade diese weichen Übergänge machen den Look besonders hochwertig. Es gibt keine sichtbaren Farbkanten – die einzelnen Töne scheinen ineinanderzufließen.
Auch unterhalb des Auges wird die warme Farbwelt aufgenommen. Ein sanft verblendeter Braunton rahmt die Augen ein und sorgt dafür, dass das Make-up trotz seiner Eleganz nicht zu streng wirkt. Schwarze Mascara und die definierten Wimpern geben dem Blick schließlich die nötige Intensität.
Die Augenbrauen sind kräftig und klar gezeichnet, bleiben dabei aber natürlich genug, um das Gesicht nicht zu dominieren. Sie bilden einen wichtigen Rahmen für das Augen-Make-up.
Beim Teint hält sich Dana bewusst zurück. Die Haut wirkt sehr ebenmäßig und fein, gleichzeitig bleibt eine natürliche Leuchtkraft erhalten. Statt starken Konturen wird das Gesicht durch weiche, warme Schattierungen modelliert. Ein Hauch von Pfirsich und warmem Nude auf den Wangen verbindet den Teint mit den Farben der Augen.
Auch die Lippen greifen diesen Gedanken auf. Ein warmer Nude-Peach-Ton mit leichtem Glanz ergänzt das intensive Augen-Make-up, ohne ihm Konkurrenz zu machen. Gerade dadurch entsteht die Balance zwischen Glamour und Natürlichkeit.
So lässt sich der Look nachschminken
Für die Basis empfiehlt sich eine Foundation mit natürlichem oder leicht seidigem Finish. Zu matte Produkte würden bei diesem Look schnell zu streng wirken. Kleine Unebenheiten können mit Concealer ausgeglichen werden; anschließend nur dort leicht abpudern, wo es notwendig ist.
Für die Augen zunächst einen warmen, hellen Braun- oder Terrakottaton großzügig in der Lidfalte verblenden. Danach einen kräftigeren Kupfer- oder Bronzeton auf das bewegliche Lid geben. Besonders schön
wirken hier Lidschatten mit einem sehr feinen Schimmer.
Am äußeren Augenwinkel kann anschließend ein dunkleres Schokoladenbraun eingesetzt werden. Dieses sollte jedoch immer wieder sorgfältig verblendet werden. Das Geheimnis dieses Looks liegt weniger in einer einzelnen Farbe als in den sanften Übergängen zwischen mehreren warmen Nuancen.
Entlang des unteren Wimpernkranzes etwas von dem mittleren Braunton auftragen und ebenfalls weich ausblenden. Danach die Wimpern kräftig tuschen. Wer den Look etwas glamouröser gestalten möchte, kann zusätzlich einzelne künstliche Wimpern oder sehr natürliche Lash Clusters verwenden.
Die Brauen werden aufgefüllt und definiert, sollten aber ihre natürliche Struktur behalten.
Auf die Wangen kommt ein warmer Peach- oder Apricotton. Ein dezenter Bronzer unterstützt die herbstliche Wärme zusätzlich. Auf den Lippen genügt schließlich ein Nude-Lippenstift mit einem leichten Pfirsich- oder Karamellunterton und etwas Gloss.
Herbstfarben, die nie schwer wirken
Das Besondere an diesem Make-up von Dana Jokic ist die Zurückhaltung. Obwohl zahlreiche warme Farben verwendet werden, wirkt der Look niemals überladen. Augen, Haut und Lippen bilden eine gemeinsame Farbwelt.
Kupfer trifft auf Terrakotta, warmes Braun auf Peach und Nude – Farben, die perfekt in den Herbst passen und gleichzeitig zeitlos genug sind, um weit über eine Saison hinaus zu funktionieren.
Und Vivienne Oesch zeigt, wie elegant ein Herbst-Make-up aussehen kann, wenn Farbe nicht als Effekt eingesetzt wird, sondern dazu dient, die natürliche Ausstrahlung des Models zu unterstreichen.

Model: Vivienne Oesch
Make-up: Dana Jokic
Photography: Ralf Eyertt
