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Ein Kurztrip zwischen nordischer Fantasie, Wasserwelten und kulinarischem Staunen

Manchmal braucht es nicht viel Zeit, um vollkommen abzutauchen. Drei Tage reichen – wenn der Ort stimmt, die Stimmung und ein kleines Quäntchen Neugier. Genau so fühlte sich unser Kurztrip in den Europa-Park nach Rust an. Ralf und ich haben uns Ende Januar bewusst für die Nebensaison entschieden: weniger Trubel, mehr Raum zum Durchatmen.

Unsere Wahl fiel auf das Krønasår – The Museum-Hotel, ein Erlebnishotel mit direktem Zugang zur Wasserwelt Rulantica. Schon beim Betreten des Hotels wird klar: Hier geht es nicht um klassisches Design, sondern um Inszenierung. Das Krønasår ist wie ein begehbares Museum – nordisch, ein wenig mystisch, mit Bibliotheken, historischen Details und einer beeindruckenden Sammlung an Wikinger-Accessoires. Alles wirkt liebevoll kuratiert, fast wie eine Bühne, auf der man selbst Teil der Geschichte wird.

Da der Europa-Park in der Nebensaison geschlossen ist, konzentriert sich das Leben auf das Hotel und auf Rulantica. Trotz Winterruhe war das Haus erstaunlich gut besucht – kein Wunder, denn in der Schweiz sind zu dieser Zeit Winterferien. Viele Familien nutzten die Gelegenheit für einen kleinen Tapetenwechsel, was dem Hotel eine lebendige, aber nie unangenehme Atmosphäre verlieh. Geöffnet waren das Hauptrestaurant sowie die Sportsbar; anderes blieb saisonbedingt geschlossen – etwas, das man wissen sollte, bevor man anreist.

Eigentlich hatten wir uns diesen Trip als kleinen Spa-Ausflug gedacht. Das Krønasår selbst bietet allerdings keine Massagen an, weshalb wir kurzerhand ins nahegelegene Hotel Santa Isabel auswichen. Erst im Nachhinein erfuhren wir, dass Massagen auch direkt im Rulantica buchbar gewesen wären – das wäre natürlich die bequemere Lösung gewesen. Aber manchmal gehören solche kleinen Umwege einfach dazu.

Eatrenalin – wenn Essen zur Reise wird

Das unangefochtene Highlight unseres Aufenthalts war jedoch der Besuch im Restaurant Eatrenalin, das sich direkt neben dem Krønasår befindet. Und ehrlich gesagt: Worte reichen kaum aus, um dieses Erlebnis wirklich zu beschreiben.

Eatrenalin ist keine klassische Gastronomie – es ist eine multisensorische Reise. Eine Vision der Gründer Thomas Mack und Oliver Altherr, die nichts Geringeres schaffen wollten als das Restaurant der Zukunft. Hier geht es nicht nur ums Schmecken, sondern ums Fühlen, Sehen, Hören, Riechen – um ein ganzheitliches Erleben.

In einem sogenannten Floating Chair gleitet man durch verschiedene Inszenierungen, während ein perfekt abgestimmtes 8-Gänge-Menü serviert wird. Visuelle Welten, Klanglandschaften, feine Duftnuancen und haptische Eindrücke verschmelzen mit kulinarischer Spitzenleistung. Die begleitenden Getränke wurden von Vincenzo De Biase, Sommelier des Jahres 2024, ausgewählt – präzise, überraschend, stimmig.

Allein für das Dinner sollte man über zwei Stunden einplanen, doch unser Tipp ist klar: Mit Lounge-Einstimmung und anschließendem Ausklang an der Bar werden daraus schnell drei Stunden purer Genuss – und genau so sollte man sich dieses Erlebnis gönnen.

Ja, es ist exklusiv. Wir haben 255 Euro pro Person bezahlt. Aber betrachtet man, was ein klassisches Drei-Sterne-Menü kosten kann, relativiert sich der Preis schnell. Denn was hier geboten wird, geht weit über Essen hinaus. Es ist Erinnerung, Emotion – fast unbezahlbar.

Wir sind nachhaltig begeistert nach Hause gefahren. Eatrenalin hat unsere Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Ein Erlebnis, das bleibt.

Unser Fazit

Der Kurztrip nach Rust war für uns eine perfekte Mischung aus Entschleunigung, Inspiration und Staunen. Das Krønasår ist ein Hotel für Entdecker, Rulantica ein Paradies für Wasserliebhaber – vor allem für Familien. Eatrenalin hingegen ist ganz klar ein Erlebnis für Erwachsene, für Genießer, für Menschen, die offen sind für neue Formen von Luxus.

Wenn sich die Gelegenheit bietet: unbedingt machen.
Es sind genau diese besonderen Momente, die Reisen unvergesslich machen.

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