In einer Zeit, in der Mode zunehmend nach kultureller Tiefe, Authentizität und innovativer Handwerkskunst verlangt, präsentiert Designerin Pam Piney eine Kollektion, die all diese Elemente vereint – kraftvoll, sinnlich und unverwechselbar philippinisch. Ihr „Bayanihan Style“ ist weit mehr als eine ästhetische Idee: Er ist eine textile Manifestation von Gemeinschaft, Zusammenhalt und dem kreativen Erbe eines ganzen Volkes.
Das jüngste Editorial “Threads of Unity”, fotografiert von Ralf Eyertt und veröffentlicht inklusive Cover im renommierten Scorpio Jin Magazine (Miami), bringt diese Vision auf eindrucksvolle Weise auf den Punkt.
Bayanihan: Tradition, die Zukunft formt
Der Begriff Bayanihan steht auf den Philippinen für kollektive Stärke – für ein Miteinander, das größer ist als der einzelne Mensch. Pam Piney interpretiert dieses Prinzip als Mode, die Menschen verbindet, kulturelle Identität sichtbar macht und zugleich eine Brücke in die Moderne schlägt.
Große kreisförmige Textilfragmente, handveredelt mit Mustern und Strukturen, erinnern an traditionelle Motive, ohne folkloristisch zu wirken. Die Silhouetten sind mutig, avantgardistisch und fließend – ein visuelles Gleichgewicht zwischen Vergangenheit und Zukunft. Pineys Arbeiten zeigen: Kultur kann futuristisch sein, wenn man den Mut hat, sie neu zu denken.
Model Casandra Mundwiler – gelebte Fusion zweier Welten
Für dieses Editorial stand die junge, außergewöhnlich talentierte Casandra Mundwiler vor der Kamera – Tochter einer Filipina und eines Schweizers. Ihre Ausstrahlung verbindet die Eleganz europäischer Fashion-Ästhetik mit der Wärme und Präsenz philippinischer Kultur. Sie verkörpert den Geist des Editorials wie kaum jemand sonst: Identität als Stärke, Herkunft als Inspiration.
Casandra überzeugt nicht nur mit Professionalität, sondern auch mit spürbarer Emotionalität – sie trägt die Mode nicht, sie erzählt sie.
Beauty als Familienkunstwerk
Unterstützt wurde Casandra von Reslie Mundwiler, ihrer Mutter und einer hoch angesehenen Make-up- und Hair-Stylistin. Reslie verlieh jedem Look eine kraftvolle, aber subtile Schönheit, die perfekt mit dem Bayanihan Style harmoniert.
Ihre Arbeit greift filigrane Elemente philippinischer Schönheit auf – klare Konturen, warme Töne, definierte Linien – und übersetzt sie in einen modernen High-Fashion-Look.
Die Zusammenarbeit zwischen Mutter und Tochter verleiht dem Editorial eine zusätzliche emotionale Ebene: Schönheit als generationsübergreifende Kunst. Ein Dialog zwischen Erfahrung und Jugend, Profession und Intuition.
Die visuelle Sprache von Ralf Eyertt
Fotograf Ralf Eyertt, seit Jahrzehnten in der Fashion- und Beautywelt zuhause und heute künstlerisch-experimentell unterwegs, inszenierte die Kollektion mit klaren, futuristischen Setups und einer präzisen Lichtführung. Seine Bildsprache betont das Grafische der Outfits, die Stärke des Models und die handwerkliche Detailtiefe der Designs.
Die Hintergründe sind bewusst modern gehalten: Linien, Strukturen und abstrakte Texturen erzeugen einen subtilen futuristischen Rahmen, der die Mode in den Mittelpunkt stellt, ohne sie zu dominieren.
Das Ergebnis: Ein Editorial, das gleichzeitig künstlerisch, kulturell und visuell stark ist – und vollkommen zeitgemäß.
Warum dieses Editorial wichtig ist
“Threads of Unity” ist nicht nur ein Modeeditorial.
Es ist ein kulturelles Statement.
-
Es zeigt, wie Tradition zu Innovation werden kann.
-
Es feiert Vielfalt und Identität ohne Klischees.
-
Es beweist, dass Mode Geschichten erzählen kann – echte Geschichten.
-
Und es bringt philippinische Kreativität in den globalen Fashion-Diskurs.
Pam Pineys Bayanihan Style steht stellvertretend für eine neue Generation von Designer:innen, die nicht nur Kollektionen, sondern Narrative erschaffen. Die Zusammenarbeit mit Casandra und Reslie Mundwiler und die fotografische Handschrift von Ralf Eyertt zeigt, wie kraftvoll Mode sein kann, wenn alle kreativen Kräfte dieselbe Vision teilen.
Threads of Unity ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass kulturelle Mode nicht rückwärtsgewandt sein muss – im Gegenteil: Sie kann futuristischer sein als alles, was reine Ästhetik allein hervorbringt.