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Damenmode des 20. Jahrhundert – 1970er-Jahre – Flower Power

By Laura Kipfer — Dezember 01, 2014

Hippies engagieren sich für Liebe, Friede und Freiheit. Die Mode ist sehr bunt und kombiniert die verschiedensten Materialien. Der neue Liebling der Modewelt, die Schlaghose, erobert die Kleiderschränke.

Damenmode 1970 präsentiert vom Model und Autorin Laura Kipfer

Damenmode 1970 präsentiert vom Model und Autorin Laura Kipfer

Erste Hippies werden in San Francisco, vermutlich aus Protest gegen den Vietnamkrieg, gesehen. Innert kürzester Zeit verbreiten sie sich in der ganzen westlichen Welt. Die Baby Boomers der Nachkriegszeit, also die Jugendlichen der 1960er-Jahre, sind älter geworden. Sie propagieren Liebe, Friede und Freiheit. Militärdienstverweigerung und Drogenexperimente gehören zur Tagesordnung. 1971 wird in Kanada die internationale Umweltschutz-Organisation Greenpeace gegründet, was die Sorge um die Natur und Tiere dieser Zeit wiederspiegelt.
Die geometrischen Formen und die kurzen Kleidchen verschwinden komplett aus der Damengarderobe. Stattdessen greift die Frau zu langen, bunten Röcken und Kleidern im romantischen Stil. Blumen- und Paisley-Muster sind äusserst beliebt. Der Ethno Look dominiert die Mode. Häufig wird Strick und verschiedener Schmuck dazu getragen. Durch die sinkenden Flugpreise werden neue Länder und Kulturen zugänglich, deren Einfluss sich auch in der Mode finden lässt. Teile alter Kleidung werden gerne in der Patchwork-Technik zu neuen hippen Blusen oder Röcken verarbeitet. Mit der Unisexwelle werden Hosen und Pullover hergestellt, welche von Frauen und Männern gleichermassen getragen werden können. Paare, die dem Trend folgen, wollen eine Antihaltung gegenüber der Mode ausdrücken. Die Bluejeans ist nicht mehr nur die Alltagshose der Arbeiterklasse, sondern wird, mit möglichst weitem Schlag, für viele Frauen und Männer zum Modeliebling. Neuerdings gilt auch Secondhandmode nicht mehr als minderwertig. Parallel dazu findet die Punk-Bewegung statt, die es dank Modeschöpfern wie Vivienne Westwood schafft, die Laufstege zu erobern. Im Gegensatz zur Hippiemode spielt Schwarz in der Kleidung des Punks eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ist dieser Stil aber auch sehr farbenfroh. Mit dem Punk kommt auch der Glam-Rock, mit seinen schrillen, glitzernden Kostümen, auf.

Die Haare werden entweder ganz glatt oder lockig getragen. Beim Makeup heisst es ganz oder gar nicht. Die richtigen Hippies halten nicht viel von künstlichen Verschönerungen. Wer sich dennoch schminkt, benutzt häufig einen roten oder grünen Lidschatten und falsche Wimpern. Für die Wangen ist ein bräunliches Rouge im Trend, während die Lippen oft nur mit einem transparenten Lipgloss überzogen werden.

GLOSSAR

Paisley-Muster
Unter diesem Namen versteht man ein abstraktes Stoffmuster, welches in der Form einem Blatt oder auch einem übergrossen Komma ähnelt.

Ethno Look
Der Begriff wurde von Ethnologie (Völkerkunde) abgeleitet, da er häufig Elemente aus unterschiedlichen Völkerstämmen der ganzen Welt beinhaltet.

Patchwork-Technik
Patch ist englisch und bedeutet so viel wie “flicken“. Man näht dabei mehrere Stücke aus Stoffresten aneinander und kreiert ein neues, individuelles Werk.

Punk
Die Jugendkultur entstand in den 1970er-Jahren in New York und London. Typisch dafür sind extreme und ungewöhnliche Outfits, Haare und Schmuck, welche provozieren sowie ein rebellisches Verhalten.

Vivienne Westwood (*1941)
Die Modeschöpferin aus England gehört noch heute zu den weltweit wichtigsten und einflussreichsten Designern im Modebusiness. Sie verarbeitet häufig die unterschiedlichsten ethnischen Einflüsse und ist bekannt für ihre bunten und teilweise sehr ausgefallenen Laufstegkreationen.

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Damenmode 1970 präsentiert vom Model und Autorin Laura Kipfer

Damenmode 1970 präsentiert vom Model und Autorin Laura Kipfer

 

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